1986 rief Frieder Kahlert das „Theater Maskara“ ins Leben. Er entwickelte
diese besondere Art der Märchenerzählung aus jahrelanger Bühnenerfahrung und
verschiedenen Projekten. Das inzwischen auf mehrere Akteure angewachsene
Ensemble führt die alte Tradition der Comedia dell`arte fort und erzählt
Märchen für Jung und Alt. Mit kunstvollen selbst gestalteten Ledermasken
schlüpft der Spieler in alle Rollen seiner Stücke, wechselt blitzschnell
Stimme und Körperhaltung und verleiht so jeder Figur ihren eigenen Charakter.
Er agiert, erzählt, singt, tanzt, spielt Musik
Vor kurzem gastierte Stefan Knoll, seit 2002 Mitglied bei der nun schon sehr
bekannten Gruppe, bei den Kindern der Grundschule Ehenfeld und Hirschau und
präsentierte auf unnachahmliche Art das dänische Märchen „Der faule Lars“.
Lars lebt bei seiner Mutter, und obwohl sie arm ist, versorgt sie ihn mit
allem, was er braucht, und so lebt er faul und zufrieden in den Tag hinein. Als
er einmal zum Wasser holen geschickt wird, hat er eine Begegnung mit der
munteren Prinzessin vom Schloss, die ihn wegen seiner Langsamkeit auslacht. Am
Brunnen verhilft ihm ein Frosch zu großer Wunschkraft. Als ihn die Prinzessin
erneut übermütig herausfordert, entfährt ihm ein Wunsch - und so kommt eine
Entwicklung in Gang, an deren Ende der faule Lars ein ebenbürtiger Partner der
Prinzessin und würdiger Thronfolger wird
Mit unverwechselbarer Erzähl- und Spielart ließ Stefan Knoll Wörter zu
Körpern, Instrumente zu Requisiten werden. Es öffneten sich Bühnenräume,
Klangräume, Zeiträume. Die großen und kleinen Zuschauer tauchten in die
besondere Welt der Märchen ein und wurden auch immer wieder in die Handlung
einbezogen. Mit viel Humor, voller Hingabe und großer Mimik und musikalischem
Können wurden die Kinder in die oft verborgene Welt der Märchen einbezogen.