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Geschichte zum (Be)Greifen
Die beiden sechsten Klassen unserer Schule erlebten auf Initiative ihrer
Klassleiterinnen Frau Fuchs und Frau Löffler einen Geschichtsunterricht der
besonderen Art. Die Museumspädagogin Regine Leipold von Cultheca führte die
beiden Klassen für einen Vormittag durch zwei Workshops zum Thema „Römer".
Im ersten Workshop ging es um die „Mode und Spiele der Römer". Voller
Begeisterung veranstalteten die Schülerinnen und Schüler ihre eigene
Modenschau mit verschiedenen Kleidungsstücken, je nach Geschlecht und Stand
ganz unterschiedlich. Mit über den Laufsteg liefen neben einem Sklaven mit
kurzer, schlichter Tunika aus Leinen, auch Bauern, einfache Frauen, Soldaten,
eine feine Dame und ein Senator, der für seine Ankleidung wiederum mehrere
Sklaven und Stunden gebraucht hatte.
Neben dieser sehr anschaulichen Darbietung durften die Kinder dann auch die
verschiedensten Spiele der römischen Jugendlichen ausprobieren. Sehr viel
Geschick zeigten die Jungen und Mädchen beim Zielwerfen mit Walnüssen in
römische Amphoren und dem Bau von Pyramiden aus 10 der genannten Nüsse. Doch
etwas „seltsam" fanden die Schüler den Einsatz von
Sprunggelenksknöchelchen von Tieren als Geschicklichkeitsspielzeug.
Zum Abschluss dieses Workshops durfte jeder Schüler sein eigenes „Römische
Mühle" Spiel basteln und natürlich gleich ausprobieren.
Der zweite Workshop stand ganz unter dem Motto „Antiker Baubetrieb".
Nach einer theoretischen Einführung der Referentin Frau Leipold über die
Technik und Entwicklung des Rundbogenbaus anhand einer Brücke über den Tiber,
gestalteten die Schüler mit viel Eifer und vor allem Geschick ihren eigenen
Rundbogen aus einem Steckschwamm. Das knifflige daran war und ist, dass der
Bogen später ohne jeden Kleber, Mörtel o.ä. halten soll. Ein besonderes
Augenmerk mussten man deshalb auf den Schlussstein setzen und sorgfältig
schneiden.
Insgesamt war es für die Schüler ein sehr eindrucksvolles Erlebnis im
Geschichtsunterricht, das die Bedeutung solcher Themen im Unterricht
(be-)greifbarer macht und sicherlich von allen an passender Stelle gerne
wiederholt wird.
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