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Geschichte 3: Das Versteck im Brot

von Franziska Becker, Maria Krös, Manuela List, Christopher Lukosch

„Ich brauche ein Brot mit Ausbruchswerkzeugen. Lege es nachts in die Sackgasse neben dem Rathaus.“

Die Knickerbocker waren ängstlich und wussten nicht, was sie tun sollten. Sie gingen mit Gewissensbissen in die Schule. Den ganzen Vormittag überlegten sie, ob sie ihren Lehrern von dem Gespräch, das sie am Handy unabsichtlich belauscht hatte, etwas erzählen sollten. Sie befürchteten, man würde ihnen nicht glauben.

Nach der Schule erkundeten sie das Gefängnis der Stadt. Wegen der hohen Mauern gab es da nicht viel zu sehen. Sie überlegten sich einen Plan, wie sie nachts unbemerkt von zu Hause weg könnten, um das Brot zu suchen.

Als sie sich dann spät am Abend in der Sackgasse trafen, suchten sie sofort das Brot. Sehr schnell hatten sie es gefunden. Erleichtert sagte Poppi: „Gott sei Dank! Das war ja leichter als ich dachte.“ Dominik  untersuchte es mit einer Lupe. Als Axel es ihm wegnehmen wollte, zerbrach es in der Mitte. In der einen Hälfte steckte ein Zettel, den Lilo laut vorlas: „Reingelegt!!!“ Kurz darauf erschienen drei dunkelgekleidete Männer in der Gasse. Zum Glück hatte Dominik gut aufgepasst und lotste die anderen eilig durch ein Loch  in einen kleinen Hinterhof. Um Haaresbreite entkamen sie den Männern. Durch das Loch beobachteten sie, wie diese ein anderes Brot aus einem Versteck zogen und damit weggingen. Nach ein paar Minuten verließen sie zögernd ihr Versteck. Sie hörten nur noch ein Auto in der Ferne davonfahren.
Am nächsten Tag in der Schule dachten sie nur noch an diesen Abend. Leider waren sie total neben der Spur. In der großen Pause verabredeten sie sich für den Nachmittag wieder in der besagten Gasse. Am Treffpunkt hatte Lilo eine Idee. Sie sagte: „Ich habe vor kurzer Zeit einen Krimi gelesen und konnte mir einen Trick abschauen. Dazu muss Axel auf die Mauer klettern.“ Axel kletterte schon hinauf, bevor Lilo das letzte Wort ausgesprochen hatte. Nun wies Lilo auf eine eiserne Leiter, die am gegenüberliegenden Haus befestigt war. Er schwang sich auf die Leiter und stieg hoch. Nicht umsonst war er ein sehr guter Sportler. Als Axel auf dem Dach stand, schrie Lilo ihm zu: „Was siehst du?“ Darauf antwortete er: „Ich sehe einen  Lastwagen,  der Nahrungsmittel für ein Gefängnis transportiert und der gerade beladen wird. Und...“, seine Stimme erstarrte. Aufgeregt  brüllte Poppi: „Was ist los?“ Nach einer Weile meldete Axel sich leise wieder: „Der Lastwagen wird von den drei Männern mit Brot beladen.“ Mit angespannter Stimme meinte Dominik: „Bestimmt laden sie auch das Brot mit den Ausbruchswerkzeugen in den LKW.“ Nachdem sie damit fertig waren, zog einer der Männer eine Karte heraus und sie besprachen ihren Weg. Vorausschauend hatte Axel sein Fernglas dabei. Damit konnte er den Weg auf der Karte genau mitverfolgen. Schnell kehrte er zu den anderen zurück und sagte: „Jetzt müssen wir die  Polizei benachrichtigen!“

Alle rannten zum Polizeirevier. Sie erzählten den Beamten, wo ein Ausbruch stattfinden sollte. Sofort fuhren ein paar Zivilstreifen zum Gefängnis. Gleich darauf  kam auch der Transporter mit den Lebensmitteln an. Lilos Vater, der Polizeihauptmeister, sprang mit seinen Kollegen aus dem Versteck und rief: „Aussteigen und die Hände auf den Rücken!“ Die drei Männer nahmen ihre Masken ab. Nun standen die Knickerbocker mit offenen Mündern da und staunten: Die geheimnisvollen Männer waren ihre Väter. Axels Vater lachte: „Wir wollten euer Können testen und ihr habt bestanden.“
Auf dem Nachhauseweg sagte Dominik erleichtert: „Zum Glück waren es keine Verbrecher.“

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