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Frauenpower an Schulen in Hirschau und Ehenfeld gefragt
Amtseinführung unserer neuen Schulleiterin Frau Rektorin Birgit Härtl

Erstmals in ihrer Geschichte haben die beiden Grundschulen Hirschau und Ehenfeld und die Hirschauer Mittelschule mit Birgit Härtl eine Frau als gemeinsame Schulleiterin. Bei ihrer offiziellen Amtseinführung wurde sie so reichlich mit Lob und Komplimenten bedacht, dass sie bescheiden abwiegelte: „Die vielen Vorschusslorbeeren habe ich nicht verdient.“

Mit einer Rumba eröffnete die von Lehrer Alois Feyrer geleitete Flötengruppe die kleine, aber feine Feierstunde in der Schulaula. Lang war die Liste der Ehrengäste, die Konrektor Josef Schmaußer im Kreis der Lehrerschaft und Schulkinder begrüßte. Sie begann mit Schulrätin Beatrix Hilburger, Bürgermeister Hermann Falk und Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann und reichte vom Koordinator des Mittelschulverbundes „Obere Vils/Ehenbach“, Rektor Heinz Meinl (Hahnbach), dessen Schulleiterkolleginnen Michaela Bergmann (Schnaittenbach) und Petra Ligensa (Vilseck) bis zur Elternbeiratsvorsitzenden Beate Dietrich. „Sie ist schon eine von uns!“ versicherte KR Schmaußer und attestierte der neuen Chefin, sich in den ersten drei Schulwochen „Respekt, Anerkennung und Sympathien erworben“ zu haben. Die Tirschenreutherin sei im wahrsten Sinne des Wortes „in Hirschau angekommen“ – eine Aussage, die von der Elternbeiratsvorsitzenden Dietrich mit dem Satz „Sie passt ganz gut zu uns“ untermauert wurde. Schulrätin Hilburger blätterte in Härtls Fahrtenbuch. habe 2015 in ihr berufliches Navi Hirschau und Ehenfeld als Zielorte eingegeben und diese am 1. August 2016 erreicht. Ihre Laufbahn habe sie als Lehramtsanwärterin an der VS Plößberg begonnen. Nach der 2. Lehramtsprüfung sei sie nach Oberbayern an die GS Karlsfeld versetzt und dort 2007 zur Konrektorin ernannt worden. Als solche sei sie 2012 in die Oberpfalz an die GS Auerbach zurückgekehrt. Härtl sei federführend in Sachen Unterricht in jahrgangskombinierten Klassen zuständig gewesen, auch als Multiplikatorin für den neuen Grundschullehrplan. Sie habe an einem Schulbuch mitgewirkt und werde als Referentin in der Lehrerfortbildung sehr geschätzt. Zudem habe sie besondere Kenntnisse im EDV-Bereich. Das Profil der Schulen in Hirschau und Ehenfeld sei u.a. geprägt von der Offenen Ganztagsschule in der Grundschule und der Teilnahme an der Konzeption der Flexiblen Grundschule. Als Schulleiterin habe sie die Chance, die Grund- und Mittelschule auf ihrem bereits eingeschlagenen Weg zu einer „guten, gesunden teilautonomen Schule zu begleiten“. Als jemand, der über viele Jahre Erfahrung als Konrektorin in puncto Schulleitung, über ein positives Menschenbild, ein gesundes Maß an Humor und hohes Maß an fachlicher und emotionaler Kompetenz verfügt, sei sie gut auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet. Bei ihrer Verantwortung sei sie nicht allein. Unterstützt werde sie von Konrektor Schmaußer, einem fachlich kompetenten, motivierten Kollegium, Sekretärin und Hausmeister sowie einem wohlgesonnenen Sachaufwandsträger. Hilburger schloss ihre Rede mit dem Wunsch, dass sich Härtls Navi nicht irgendwann mit den Worten meldet: „Wenn möglich bitte wenden!“

Bürgermeister Hermann Falk blickte der „neuen Ära“ optimistisch entgegen: „Frauenpower ist gefragt und die haben wir jetzt!“ Nach den bisherigen Begegnungen und Gesprächen sei er sich sicher, dass Birgit Härtl die Schule hervorragend führen werde. Falk wörtlich: „Sie passen einfach hierher und halten das Schiff Grund- und Mittelschule Hirschau auf klarem Kurs.“ Als Sachaufwandsträger sei man verpflichtet, die Schule sehr gut auszustatten. Die modernen Räume, so Falk augenzwinkernd, existierten im Moment nur auf den Plänen. Bei ihrer Bewerbung habe sie gewusst, dass mit der Generalsanierung des Schulhauses eine große Baumaßnahme ansteht. Er freue sich, dass sie sich der Herausforderung stellt, die nicht so einfach zu bewältigen ist, wie die gemeinsamen Gespräche bei der Regierung der Oberpfalz gezeigt haben. Die Baustelle werde viel persönliches Engagement und Energie erfordern.

Birgit Härtl sieht sich nach eigenen Worten als Dienstleisterin für alle an der Schule Beteiligten. Da für sie die Menschen im Mittelpunkt stehen, werde sie für alle aus der Schulfamilie ein offenes Ohr haben. Ihre Idee von Schule sei es, viele Arbeitsprozesse zu erleichtern. Da sie Technik und alles, was mit digitalen Medien zu tun hat, liebt, wolle sie die Schule auf diesem Gebiet auf den aktuellen Stand bringen. Ihr Dank galt denen, die die Feier vorbereitet und gestaltet hatten. Die Erstklässler hatten, von Regina Rester-Achhammer mit der Gitarre begleitet, das Lied „Hurra, ich bin ein Schulkind“ geschmettert. Um für die kommenden Aufgaben gewappnet zu sein, füllten die Kinder aller Klassen einen Notfallkoffer mit wichtigen Utensilien. Nachdem die Kinder Härtls Ankündigung, dass der Tag hausaufgabenfrei sei, lautstark gefeiert hatten, beschloss die Flötengruppe die Feier mit dem Stück „Mit und ohne Pausen“.

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An der Grund- und Mittelschule Hirschau und der Grundschule Ehenfeld hat eine neue Ära begonnen. Diese Woche wurde die neue Schulleiterin Birgit Härtl offiziell in ihr Amt eingeführt. V. l.: Bürgermeister Hermann Falk, Verbund-Koordinator Rektor Heinz Meinl (Hahnbach), Elternbeiratsvorsitzende Beate Dietrich, Schulleiterin Birgit Härtl, Schulrätin Beatrix Hilburger und Schulleiterin Petra Ligensa (Vilseck).

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Die von Lehrer Alois Feyrer (l.) geleitete Flötengruppe eröffnete und beschloss die Feierstunde zur Amtseinführung von Schulleiterin Birgit Härtl.

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Von Fachlehrerin Regina Rester-Achhammer mit der Gitarre begleitet, schmetterten die Erstklässler ihr Lied „Hurra! Ich bin ein Schulkind!“

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Jede Klasse der Hirschauer und Ehenfelder Schulen hatte einen Vertreter entsandt, der Birgit Härtls Notfalltasche mit nützlichen Utensilien füllte.

 

>>> Zur Fotoshow der Feier <<<

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Bürgermeister Hermann Falk empfängt neue Rektorin an Hirschauer Grund- und Mittelschule

Mehr Dienstleisterin als Chefin

 

Seit 1. August haben die Hirschauer Grund- und Mittelschule und die Ehenfelder Grundschule mit der 40-jährigen Birgit Härtl eine neue Schulleiterin. Bürgermeister Hermann Falk war es ein Anliegen, die Nachfolgerin von Rektor Hans Meindl bald kennenzulernen und empfing sie im Rathaus.

Eine Tirschenreutherin

Bevor die Tirschenreutherin mit dem Rathaus-Chef die Situation an der Schule erörterte, versicherte sie, dass sie sich auf ihre neue Aufgabe freue. Die Fahrten zwischen ihrem Wohnort Tirschenreuth und Hirschau - immerhin einfach 57 Kilometer - stellten für sie kein Problem dar.

Stichwortartig schilderte Birgit Härtl die Stationen ihrer beruflichen Laufbahn. Nach dem Studium an der Universität Regensburg unterrichtete sie von 2000 bis 2002 während ihrer Seminarzeit an der Volksschule Plößberg, ab 2002 als Grundschullehrerin in Karlsfeld im Landkreis Dachau. Dort wurde sie 2006 zur Konrektorin befördert. Im Jahr 2012 wechselte sie zurück in die oberpfälzische Heimat als Konrektorin an die Grundschule Auerbach.

 

Eingespieltes Team

In ihrem neuen Amt als Schulleiterin sieht sie sich nach eigenen Angaben primär "als Dienstleisterin, weniger als Boss und Chef". Im neuen Schuljahr erwartet Härtl in der Grundschule 137 Schüler, die von 14 Lehrkräften in sechs Klassen unterrichtet werden. Die Mittelschule schrumpft von drei auf zwei Klassen mit insgesamt 48 Schülern, für die vier Lehrer zur Verfügung stehen. Die 36 Schüler der Ehenfelder Schule werden in zwei Kombi-Klassen von drei Lehrkräften unterrichtet.

Für den Schulstandort Hirschau erachtete sie die offene Ganztags-Grundschule als ein besonders positives Markenzeichen, das noch mehr propagiert werden sollte. Vorschusslorbeeren hatte sie für ihr Lehrerkollegium parat: "Das ist ein seit Jahren eingespieltes, bewährtes Team." Auf dieses warte im Schuljahr 2016/17 mit der externen Evaluation eine besondere Herausforderung.

Für Bürgermeister Falk war dies das Stichwort, der neuen Rektorin eine große Herausforderung anzukündigen, die 2018 auf sie zukommt - die Sanierung des Schulgebäudes. Dafür liege seit 2015 die schulaufsichtliche Genehmigung vor. Derzeit laufe eine Bauprüfung durch die Regierung der Oberpfalz. Die Pläne seien fertig für die Förderanträge. Von der Sanierung betroffen seien die Bauabschnitte drei und vier des Schulkomplexes. Der erste Bau behalte seine bisherige Funktion. Im Bau zwei werde die Ganztagsschule untergebracht. Falk kündigte an, dass die Schulleitung selbstverständlich in die Detailplanung einbezogen werde.

Seine Gratulation zur Beförderung und sein Angebot zur Zusammenarbeit verband Bürgermeister Hermann Falk mit dem Hinweis, dass Birgit Härtl die erste weibliche Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Hirschau ist. Nach dem Krieg habe es mit Xaver Leistl (bis 1968), Wenzel Mrasek (1968 bis 1984), Bruno Martin (1984 bis 2002), Albert Rösch (2002 bis 2010) und Hans Meindl (2010 bis 2016) nur männliche Rektoren gegeben. Als die Grund- und die Hauptschule noch selbstständige Einheiten waren, sei allerdings bis 1976 die Grundschule von Rektorin Schwester Agnieska Häberl geleitet worden.

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