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Der „ledige Anwesensbesitzer“ war der Ururgroßvater

4. Klasse der GS Hirschau stöberte im Archiv der Heimatstadt

Heimatgeschichte an den Grundschulen fällt nicht oft „hinten runter“. Dies liegt manchmal auch daran, dass nicht wenige Lehrkräfte sehr weit weg vom Schulort wohnen und deshalb natürlicherweise nicht so tief in der Materie stecken. Die Grundschule Hirschau aber hat das große Glück, dass der Hausmeister der Schule, Sepp Strobl, das Amt des Heimatpflegers der Stadt Hirschau wahrnimmt und sich auch das Archiv der Stadt in einem der ehemaligen Klassenräume des engagierten Heimatpflegers untergebracht ist. Die 4. Klasse mit Klassenleiter Konrektor Josef Schmaußer nutzt natürlich immer wieder diese ideale Ausgangslage, um bei den Mädchen und Buben der Grundschule das Wissen um die reiche Geschichte ihrer Heimatstadt grundzulegen und die Liebe zur Heimat zu fördern.

Mit Humor und sehr viel Hintergrundwissen zeigte Sepp Strobl einige ausgesuchte Akten mit verschiedenen Schriften. Sara hatte besonders Glück. Der Stadtheimatpfleger “fischte“ aus den vielen Aktenmetern den „Familienstandsbogen“ des „ledigen Anwesensbesitzers“ Johann Böller aus dem Jahre 1898 heraus. Es dürfte der Ururgroßvater der 10-Jährigen sein. “Herr Strobl, schaun’s auch bei meinem Namen nach!“, bettelten viele Kinder. „Bei dir brauch i goa niert schaua! Eng seid’s ja erscht seit 30 Joaha in Hirschau!“, musste der „Archivar“ manchmal antworten.

Wer von den Hirschauern hat schon gewusst, dass es 1925 und 1926 einmal eine „Hirschauer Zeitung“ gab? Den schweren Jahresband konnte ein Kind alleine gar nicht halten.

Zum Abschluss bekam jedes Kind noch ein Exemplar mit dem Abdruck der Buchstaben der Sütterlin-Schrift. Zumindest der eigene Name sollte mit der bis vor 55 Jahren an den Grundschulen zumindest oberflächlich gelehrten ehemaligen Schriftform noch geschafft werden.

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Wer von den Hirschauern hat schon gewusst, dass es 1925 und 1926 einmal eine „Hirschauer Zeitung“ gab? Den schweren Jahresband konnte ein Kind alleine gar nicht halten.

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Der Stadtheimatpfleger “fischte“ für Sara aus den vielen Aktenmetern den „Familienstandsbogen“ des „ledigen Anwesensbesitzers“ Johann Böller aus dem Jahre 1898 heraus. Höchstwahrscheinlich war dies der Ururgroßvater des Mädchens.

 

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Mit großem Interesse verfolgten die Viertklässler der GS Hirschau den Ausführungen von Stadtheimatpfleger Sepp Strobl.

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