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Wo stand denn nun das 5. Stadttor?

Hirschauer Grundschüler erkundeten ihre "Kreisstadt"

Im Rahmen des HSU-Unterrichtes erkundete vor kurzem die 4. Klasse der GS Hirschau mit Klassenleiter KR Josef Schmaußer die Stadt Amberg. Im Mittelpunkt standen die mittelalterliche Stadtbefestigung und die kreisfreie Stadt Amberg als Sitz des Landratsamtes Amberg-Sulzbach, ein Kuriosum, das zu klären war.

Selbst viele Amberger glauben, dass das verschwundene 5. Stadttor einst in der Achse Bahnhof Richtung Innenstadt gestanden hätte. Die Hirschauer Kinder hatten aber schon Bilder des einstigen "Türkenwirtshauses" auf der Wart gesehen und wussten, dass man erst 1858/59 an dieser Stelle eine Bresche in die Stadtmauer geschlagen hatte, um eine schnelle Verbindung mit dem neuen Verkehrsmittel Eisenbahn zu bekommen, denn im Dezember wurde die Ostbahn von Nürnberg nach Schwandorf eröffnet.

Noch heute beeindruckt die "festeste Fürstenstadt" (Bürgermeister Michael Schweiger 1660).

Fast 100 Türme und fünf Stadttore boten den reichen Amberger Bürgern Schutz. Das anstelle des "Jörgentores" (die Jesuiten ließen es schließen) errichtete Neutor wurde 1870 wieder geschleift, da man auch an dieser Stelle einen praktikablen Zugang zum heutigen "Malteserplatz" wollte.

Auch auf die wirtschaftliche Bedeutung der einstigen Hauptstadt der Oberpfalz wurde eingegangen. "Flussabwärts Eisen, flussaufwärts Salz, das ist der Reichtum der Oberen Pfalz!" hieß es jahrhundertelang. Nicht umsonst wurden die Patronin des Bergbaues, die Hl. Barbara (links), und der Patron des Salzbaues, der Hl. Rupert von Salzburg,(rechts) von den Amberger Bürgern ganz nahe am Hochaltar der Bürgerkirche St. Martin platziert. Noch heute zeugen noch viele imposante Bauwerke vom ruhmreichen Erbe der Regierungsstadt Amberg.

Ein weiteres Thema war der Aufbau der kommunalen Ebenen. Die Stadt Hirschau und die weiteren 26 Kommunen des Landkreises werden von der 2. kommunalen Ebene, dem Landkreis Amberg-Sulzbach, von Amberg aus verwaltet. Der Landkreissitz befindet sich also in der kreisfreien Stadt Amberg. Ein Bub wusste sogar, dass darum der Bürgermeister der Stadt Amberg den Titel "Oberbürgermeister" tragen darf, da eine kreisfreie Stadt und ein Landkreis gleiche Aufgaben erfüllen. Vergeblich suchten die Kinder nach dem Dienstauto des Landrates Richard Reisinger. Er befand sich an diesem Tag dienstlich in München.

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Zusammen mit ihrem Klassenleiter KR Josef Schmaußer (hinten rechts) besuchten die Mädchen und Buben der 4. Jgst. der GS Hirschau auch den "Regierungssitz" unseres Landrates, das Amberger Landratsamt,  auf.

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