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Spuren des Urururgroßvaters gefunden -  4. Klasse der GS Hirschau erkundete Archiv der Heimatstadt Hirschau

"Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Wissen ist so nah!" Die 4. Klasse der GS Hirschau mit Klassenleiter KR Josef Schmaußer jedenfalls nutzte die günstige Gelegenheit vor Ort und ließ sich von Stadtheimatpfleger Sepp Strobl, zugleich Hausmeister der GS/MS Hirschau, mit seiner Klasse Einblicke in das Archiv der Stadt Hirschau gewähren. Dieses Archiv befindet sich in einem ehemaligen Klassenzimmers des Heimatpflegers.

Die Kinder hatten im Unterricht schon verschiedene Geschichts- und Schriftquellen kennengelernt. Wo kann man noch mehr über die Geschichte der Stadt und vielleicht seine eigene Familiengeschichte erfahren? Der Stadtheimatpfleger zeigte einige Beispiele.

Für Johannes war das Eintauchen in das 19. Jahrhundert besonders interessant. Sepp Strobl konnte von dessen Urururgroßvater, dem Müllermeister und Bürgermeister der Stadt Hirschau, ein Schriftstück von 1894 vorlegen. Dieser Jakob Riß wurde bei einer Ersatzwahl für Andreas Hilpert im Wahlkreis Amberg als Mitglied der Zentrumspartei ab 1893 sogar als Reichstagsabgeordneter der Region nach Berlin gewählt. Jakob Riß fungierte von 1892-1900 als Bürgermeister der Stadt Hirschau. Sein Sohn Ernst bekleidete dieses Amt von 1913 bnis 1933.  "Neidisch" belagerten die Mädchen und Buben den Heimatexperten und drängten ihn, auch von ihren Vorfahren "ein seltenes Stück" aus den Berg von Unterlagen "herauszufischen".

Sepp Strobl zeigte verschieden alte Urkunden mit verschiedenen Schriften, die nur noch Experten lesen können. Dies veranlasste einen Schüler zu der Frage, ob sich unsere Schrift in Zukunft wieder ändern könnte. Darauf Sepp Strobl: "Experten glauben, dass die Schreibschrift vielleicht eines Tages verschwinden könnte, da die jungen Leute mit den modernen Medien und dem Drücken von Tasten im privaten Bereich kaum mehr handschriftlich schreiben.

Zum Abschluss bekam jedes Kind noch ein Exemplar mit dem Abdruck der Buchstaben der Sütterlin-Handschrift. Zumindest der eigene Name sollte mit der bis vor 55 Jahren an den Grundschulen noch gelehrten ehemaligen Schriftform noch geschafft werden.

 

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"Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Wissen ist so nah!" Die 4. Klasse der GS Hirschau nutzte jedenfalls das Wissen des Experten Stadtheimatpfleger Sepp Strobl und das Archiv der Stadt Hirschau "im Haus".

 

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