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Für Kinder in Burkina Faso von Hirschau bis Helsinki

 Ein beispielgebendes Zeichen der Solidarität mit ihren Altersgenossen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, setzten die Mädchen und Jungen der Grund- und Mittelschule vergangene Woche. „Lauf mit für Afrika“ lautete zum fünften Mal das Motto des Solidaritätslaufs, den die Schulkinder auf Initiative des Lehrerehepaares Hildegard und Alois Feyrer anstatt eines normalen Wandertages absolvierten. Zusammen mit ihren Lehrkräften, Rektor Hans Meindl, Bürgermeister Hermann Falk und Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann legten sie 1823 Kilometer zurück. Das entspricht ziemlich genau der Strecke zwischen Hirschau und der finnischen Hauptstadt Helsinki. Die Kinder hatten für ihr Wanderprojekt selbst Sponsoren besorgt. Dank ihrer Wander- und Laufleistung kamen stattliche 2628,75 Euro zusammen. Der Betrag wurde von Busunternehmer Harald Herrmann um 704,58 Euro großzügig auf 3333,33 Euro aufgerundet. Die Summe wird für die „Projekthilfe Dr. Luppa“ gespendet und dem Amberger Kinderarzt Dr. Ulrich Siebenbürger übergeben. Er wirbt mit dem Slogan „Hilfe, die ankommt!“

Zum Auftakt hatte man sich in der Schulaula getroffen. Nach dem gemeinsam gesungenen, von der Flötengruppe der Klasse 3/4 begleiteten Lied „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte gehen, können das Gesicht der Welt verändern“, wurden die Kinder mit einer Bilder-Show über das Projekt von Dr. Siebenbürger und die Situation der Menschen in Burkina Faso auf den Lauf eingestimmt. Die Mädchen und Jungen der Klasse 1/2 erläuterten die Bedeutung des Begriffs Solidaritätslauf. Sie zeigten auf, wie man mit wenig Geld den Kindern dort einen Schulbesuch oder eine Berufsausbildung ermöglichen oder auch Brunnen bauen kann, um ihnen den kilometerweiten Weg zur nächsten Wasserstelle zu ersparen. Dann machten sich die Schulkinder mit ihren Lehrkräften, Bürgermeister Falk und Pfarrer Bergmann auf zu ihrer sechs Kilometer langen Wanderung durch den Frühmesswald. Sogar die Kleinsten aus den ersten Klassen liefen tapfer mit und schwenkten ihr Transparent. Selbst der einsetzende Regen konnte die Stimmung nicht trüben. Nach der Rückkehr konnten sich die Wanderer bei einem von den Eltern spendierten Buffet sowie heißem Tee stärken. Zum Abschluss ging es nicht wie vorgesehen auf den Schulsportplatz, sondern aufgrund des anhaltenden Regens in die Turnhalle. Dort liefen die Kinder mit Begeisterung ihre 200-Meter-Runden. Jede gelaufene Runde wurde von den Klassenleitern auf der Laufkarte abgestempelt. Die Freude, durch Laufen helfen zu können, war bei jedem Kind zu spüren. Rektor Hans Meindl freute sich über die gelungene Veranstaltung. Sie sei ein Beleg dafür, dass Gutes tun und sportliche Aktivitäten sinnvoll miteinander verknüpft werden können. Sein Dank galt allen Beteiligten, insbesondere dem Lehrerehepaar Hildegard und Alois Feyrer. Zu schätzen wisse man auch, dass sich Bürgermeister Falk und Pfarrer Bergmann für die Teilnahme an der Solidaritätsaktion Zeit genommen haben. Die 3333,33 Euro-Spende kommt in vollem Umfang der Projekthilfe Dr. Luppa zugute. Von ihr wisse man, dass „die Hilfe ankommt.“

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„Lauf mit für Afrika!“ Exakt 1823 Kilometer legten die Schulkinder unter diesem Motto beim Solidaritätslauf zurück. Sie erwanderten bzw. erliefen so eine Spendensumme in Höhe von für die „Projekthilfe Dr. Luppa“. Aktiv mit dabei waren auch Bürgermeister Hermann Falk (2.v.l.) und Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann (l.). Mit im Bild die Chef-Organisatorin der Veranstaltung Lehrerin Hildegard Feyrer (3.v.l.).

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