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So ist effektives Lernen möglich - Spiele und helfende Tätigkeiten enorm wichtig

Eltern sollen Kinder beim Lernen fördern und unterstützen - Entspannungsphasen notwendig

"Wie ist effektives Lernen möglich?" Zu diesem interessanten Vortrag mit Erzieherin, Lerntrainerin und begleitender Kinesiologin Barbara Kusikowski lud vor kurzem der Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Hirschau ein. Die Elternbeiratsvorsitzende der Grundschule Hirschau, Beate Dietrich, hatte zu diesem Fachvortrag auch die Schulen Ehenfeld und Schnaittenbach eingeladen. 65 Eltern erlebten einen überaus interessanten und lebendigen Vortrag der Referentin aus Amberg. Die Themen Kinesiologie zur Lernförderung, individuelle Lernberatung für Kinder und Erwachsene, wichtige Grundbausteine zum Lernen und konkrete Ideen, um Teilleistungsfähigkeiten zu aktivieren, wurden vorgestellt. Praktische Lerngymnastik (Brain-Gym-Übungen- "Fitness für's Gehirn") unterstützten und ergänzten den Vortrag. Die interessierten Gäste wurden immer wieder aktiv in den Vortrag eingebunden.

"Eine Pflanze wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!" Mit dieser "Volksweisheit" plädierte Barbara Kusikowski dafür, dass Kinder Zeit brauchen, um alle nötigen Entwicklungsschritte in der erforderlichen Intensität durchleben zu können. „Übereifrige und überängstliche Eltern" wirken dem eher entgegen. Kinder brauchen Freiräume um kreativ und spielerisch entdecken zu können. Aber auch adäquates Spielmaterial ist wichtig. In welchen Familien stehen noch Brettspiele, wie "Mensch ärgere dich nicht!" auf dem Freizeitprogramm? Dabei könnten die kleinen Hände der Vorschulkinder, Greifen, Zuordnen, erste Zahlbegriffe und auch die schon in den Kindergärten so oft vermisste Frustrationstoleranz, das Verlieren-Können, sachte einüben.

Überhaupt nahm die Referentin immer wieder die Eltern mit in die Pflicht. Das Engagement der Eltern nimmt leider auch durch die Berufstätigkeit und dem damit verbundenen Zeitmangel sehr ab. Veränderte Umweltbedingungen beeinträchtigen die natürliche Entwicklung von Teilleistungsfähigkeiten der Kinder ebenso. „Lassen Sie Ihre Kinder im Haushalt helfen, wo dies passend ist!" Entdeckendes Lernen, Zeit und Übungen „Aus dem Alltag – für den Alltag“ brauchen die Kinder. „Fordern – nicht überfordern“ lautet die Devise. Das Übernehmen wichtiger Erziehungsaufgaben, die früher wie selbstverständlich in den Familien eingeübt wurden, verschieben zu viele Eltern gerne in die Kindergärten und Schulen.

Ein wichtiger Punkt für die ausgebildete Erzieherin ist der biochemische Bereich. "Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, viel Trinken (Wasser), das Bewegen in frischer Luft in allen Jahreszeiten und Alltagsaktivitäten dienen der Gesundheit und Entwicklung Ihres Kindes!", machte die zertifizierte Lerntrainerin klar. Anschließend stellte sie Grundpfeiler und -bausteine zum Lernen vor. Energieniveau, visuelle, auditive und  kinestetische Wahrnehmung und die Integration der Gehirnhälften gehören hierzu.

Insgesamt wünschte sich die Referentin eine positive Einstellung und das Anerkennen der Bemühungen des Kindes, von Eltern und Lehrern - auch wenn die Leistung mal nicht der Erwartung der Eltern entspricht.

 

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Ein lebendiger und sehr interessanter Vortrag der Erzieherin und begleitenden Kinesiologin Barbara Kusikowski fand vor kurzem für die Eltern der Grund- und Mittelschulen Hirschau und Schnaittenbach und für die Grundschule Ehenfeld in Hirschau statt.

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Praktische Übungen mit den Teilnehmer/innen unterstützten die Vermittlung der theoretischen Grundlagen für ein effektives Lernen der Kinder.