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Neugestaltung der Hirschauer Innenstadt erkundet

Die 5. Klasse der Mittelschule unternahm mit ihrer Klassenlehrerin Frau Kasberger und dem Hausmeister und Stadtheimatpfleger Sepp Strobl eine Führung durch ihre Heimatstadt Hirschau.

Diesmal wurden nicht nur historische Stätten, sondern auch die Neugestaltung der Hirschauer Innenstadt erkundet und begutachtet. Der Führung ging eine Bildershow im Klassenzimmer voraus, die Hirschau vor über 50 Jahren zeigte. Ein interessanter Vergleich mit der Wirklichkeit heute konnte während der Führung feststellt werden; Viele Häuser waren umgebaut, aufgestockt oder ganz verschwunden. Als der Heimatpfleger den Schülern vor der Kirche den Kirchturm erklärte, waren viele sehr verwundert, als er sagte, sie stünden jetzt vor 50 Jahren genau mitten im Klassenzimmer der alten Knabenschule. Die Schule und die angrenzenden Häuser wurden abgerissen. Anschließend wurde das neu aufgestellte große Kreuz auf der Südostseite der Kirche begutachtet. Die Schüler äußerten ihre eigene spontane Meinung zum Kunstwerk: „Mir gefällt es, weil die Krone aus Nägeln ist“ oder „Die vielen Nägel vielleicht deshalb, weil Jesus an Kreuz genagelt wurde“, und „ die Nägel sind rostig“; „die Arme sind so lang“ oder einfach „Ich find ihn cool“. Im Zentrum der Erkundung stand auch das Rathaus mit dem Pranger, dem Gefängnisloch, dem Treppengiebel und dem großen Sitzungssaal. Die wenigsten wissen, erklärte Sepp Strobl, dass auch ein Hirschauer Stückl an der Nordwestseite des Rathauses mit Pflastersteinen verewigt wurde. Nach dem alten Rathaus wurde die neue Altstadtsanierung und der Stand der Arbeiten in Augenschein genommen. Viele Fragen musste der Heimatpfleger dazu beantworten. Alte Stadtwappen in Häusern, eine Gedenktafel, die auf den großen Stadtbrand 1926 erinnert, bei dem zehn Wohnhäuser abbrannten und der Standort des ehemaligen unteren  Stadttores, das 1895 abgebrochen wurde und von dem nur noch ein Hirsch aus Stein übrig blieb, waren weitere Stationen der Stadtführung. Den Abschluss der Führung bildete das Pflegschloss mit seiner langen abwechslungsreichen Geschichte. Tief beeindruckt vom Wissen des Hausmeisters und die Stadt mit anderen Augen betrachtend, traten die Schüler den Rückweg an.        

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