Nach oben

Home

Den Viertklässlern die Heimatstadt näher gebracht

Stadtheimatpfleger Sepp Strobl führte Schulkinder durch Hirschau

„In diesem Haus wurde mein Opa geboren!“ Diese Aussage eines Viertklässlers beweist, dass sich die Kinder durchaus schon mit ihrer Familien- und Heimatgeschichte beschäftigt hatten. Lehramtsanwärterin Patrizia Schubert (Grundschule Ehenfeld) und Klassenleiter Konrektor Josef Schmaußer hatten mit dem Hausmeister der Schule, Stadtheimatpfleger Sepp Strobl, natürlich schnell den idealen und sachkundigen Führer durch die Heimatstadt der Mädchen und Buben gefunden. Thema war „Quellen und bauliche Zeugnisse erzählen von der Geschichte“.

Zur Einstimmung auf die geplante Führung hatten sich die Kinder bereits mit dem Stadtplan und historischen  Fotos der Stadt an der einstigen „Goldenen Straße“ beschäftigt. Hirschau gehörte im 14. Jahrhundert zu Neuböhmen, und Karl IV. war oft zu Gast in seinen neu erworbenen Gebieten. Der böhmische Löwe ist noch am „Röschenhaus“, wohl einer ehemaligen Herberge zu sehen. Besonders prägend für die Hirschauer Stadtgeschichte und vom Heimatpfleger mit historischen Fotos und eingefärbten Stadtplänen eindrucksvoll unterlegt, sind die vier Stadtbrände von 1750, 1897, 1909 und 1926. Einigen  Kindern war bereits der Prangerstein an der Ostseite des Rathaus aufgefallen. Sepp Strobl konnte auch hier eine lebhafte und anschlauliche Erklärung bieten. Er war Teil des mittelalterlichen Rechtssystems. Hirschau hatte einst drei Stadttore. Teile der südlichen Mauerpartie, schon vor 450 Jahren in Wohnhäuser umgewandelt, gab den Kindern noch einen Eindruck der starken Stadtbefestigung. Einen zusätzlichen Schutz boten die zahlreichen Weiher rund um die Stadt.

Das Pflegschloss am östlichen Stadtende reicht in seinem heutigen Erscheinungsbild bis ins 15. Jahrhundert zurück. Viele Geschichten und Anekdoten, z. B. um das Gefängnis im Rathaus oder Gassln und Hirschauer Originale rundeten die kurzweilige und sehr informative Führung ab.

heimat_14_01.jpg (148448 Byte) Stadtheimatpfleger Sepp Strobl verstand es hervorragend, den Viertklässlern die reiche Geschichte der Heimatstadt Hirschau näher zu bringen. Im Hintergrund ist ein Mauerdurchbruch in die sogenannte Hirtengasse zu erkennen. Hier lebte einst einer der zwei Hirten der Stadt an der „Goldenen Straße“.
az_heimat14.jpg (410498 Byte)