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Aus Solidarität so weit die Füße tragen
Grund- und Mittelschule Hirschau unterstützt Projekthilfe Dr. Luppa

Sauberes Wasser, genug zu essen, medizinische Versorgung und ein Schulabschluss, sind nicht überall auf der Erde selbstverständlich. Seit über 40 Jahren leistet die Projekthilfe Dr. Luppa Hilfe zur Selbsthilfe, um die Situation in Entwicklungsländern diesbezüglich zu verbessern. Auch die Grund- und Mittelschule Hirschau rief in diesem Jahr zu einem Solidaritätslauf anstatt eines Wandertags auf, dessen  Erlös  an  die „Projekthilfe Dr. Luppa“ geht. 

Wenn auch das Wetter mit Dauerregen für etwas Durcheinander  in den Morgenstunden sorgte, entschlossen sich Schulleiter Hans Meindl und sein Lehrerkollegium wie die Schüler aller Klassen freiwillig den Solidaritätslauf zwar zeitlich verzögert, aber dennoch zu starten. Im Vorfeld hatte Alois Feyrer eine Präsentation für die Schüler in der Aula vorbereitet, mit der er auf interessante Art und Weise über  den Sinn und Zweck des Laufes und über die Notwendigkeit der Spenden an die Dr. Luppa-Stiftung informierte. Danach machten sich  die Schüler mit ihren Lehrkräften gut ausgerüstet auf, um die sechs Kilometer lange Wanderstrecke durch den  Frühmesswald zurück zu legen. Den Schülern schien der Regen nichts auszumachen, im Gegenteil, überall waren frohe und lachende Gesichter zu sehen. Auch die Lehrer wunderten sich, wie gut die Schüler drauf waren. Sogar mehrere Eltern beteiligten sich am Lauf, die natürlich auch ihren Solidaritätsbeitrag zur Dr. Luppa-Stiftung leisten. Als Angebot für die Schnellen gab es auch die Möglichkeit, die Strecke im Joggen zurückzulegen. Eine Ausdauergruppe nutzte die Möglichkeit, die Strecke zweimal zu gehen, um möglichst viele Sponsorengelder zu sammeln. In der Schule angekommen, konnten sich alle Schüler kostenlos am großen und reichhaltig ausgestatteten Buffet, das von den Eltern aufgebaut worden war, stärken. Wer immer noch nicht geschafft war, konnte das Spendenaufkommen durch Rundenläufe in der Turnhalle noch erhöhen, wovon viele Schüler Gebrauch machten. Für die aufwendige Vorbereitungs- und Organisationsarbeit, vom Zusammentragen der Informationen bis hin zum Transparente malen und basteln dankte der Rektor besonders Hildegard und Alois Feyrer, den Eltern und Sonja Danzer. Die Spendenübergabe findet am kommenden Freitag an den Dr. Siebenbürger Vorsitzenden der Projekthilfe Dr. Luppa Dr. Siebenbürger statt, wobei eine Steigerung des Erlöses vom vergangenen Jahr zu erwarten ist und mit über 1000 Euro gerechnet wird.  

   

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1645 Kilometer bringen 3504,90 Euro

 „Hilfe, die ankommt“, lautet das Motto der „Projekthilfe  Dr. Luppa“, die vor 49 Jahren von dem gleichnamigen Arzt in das Leben gerufen wurde, um die Situation in Entwicklungsländern zu verbessern. Zur Unterstützung dieser Hilfsorganisation, dessen Leiter seit 1996 Dr. Ulrich Siebenbürger ist, hatten die Grund- und Mittelschule Hirschau in diesem Jahr zu einem Solidaritätslauf anstatt eines Wandertags aufgerufen. 1645 Kilometer wurden von den Schülern und ihren Lehrern erwandert und erlaufen, sodass eine Spende in Höhe von 3504,90 Euro an Dr. Ulrich Siebenbürger übergeben werden konnte.

Nach der Begrüßung durch den Chor und Flötengruppe unter der Leitung von Alois Feyrer mit dem Lied „Viele kleine Menschen“ richtete Schulleiter Hans Meindl bei der Begrüßung zur Spendenübergabe zuallererst ein dickes Lob an alle Schüler und an das gesamte Lehrerkollegium. Er betonte, dass ohne deren Engagement der stolze Spendenbetrag von 3504,90 Euro nicht erzielt werden hätte können. Hans Meindl erinnerte noch einmal an den Dauerregen, dem die Schüler und Lehrer getrotzt hätten und so 1645 Kilometer wandernd oder laufend zurückgelegt hätten. Die beste Sammelklasse sei laut Meindl die Kombiklasse 1 / 2  gewesen, die  700 Euro gesammelt hätte, gefolgt von der Klasse 5 mit 505 Euro. Als beste Läufer nannte der Schulleiter Jonathan Helm und Noel Scheler aus der Klasse 3 mit je 15 Kilometer und Raffael Dittrich außer Konkurrenz mit 18 Kilometer. Philipp Wopperer aus der Klasse 1 war der jüngste Läufer mit den meisten Kilometern, denn er legte eine Strecke von 12 Kilometern zurück. Lehrerin Klaudia Fuchs erlief mit 11 Kilometern von den Lehrkräften die meisten Kilometer. Ein besonderer Dank von Hans Meindl ging an Hildegard Feyrer als Hauptorganisatorin des Solilaufs, Sonja Danzer und  Alois Feyrer wie die Eltern für das Buffet und an die Sponsoren.

Dr. Ulrich Siebenbürger berichtete, dass mit dem Geld im afrikanischen  Burkina Faso, einen der ärmsten Länder der Welt, ein Kindergarten mit Einrichtung und Spielmaterialen realisiert werde. Der Kindergarten sei Teil einer  Anlage für Witwen und Waisen in der Hauptstadt Ouagadougou, in der derzeit 50 Personen, davon 30 Mütter, leben würden. Der Mediziner berichtete von dem Engagement der Eingeborenen, die als hervorragende Ansprechpartner für die Projekte vor Ort dienen. Dr. Siebenbürger berichtete, dass nach der Versorgung der Kleinkinder mit dem Kindergarten, auch eine Schule und Ausbildungsmöglichkeiten geplant seien. Patenschaften für diese Kinder seien ebenfalls angedacht. Er zollte den Schülern der Grund- und Mittelschule Hirschau Dank und Anerkennung für deren Engagement für Kinder in Übersee. Er stellte dann kurz die „Projekthilfe Dr. Luppa“ vor, die derzeit 65 Mitglieder zählt.

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