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"Schön" und manchmal "blöd"

 „Wie kinderfreundlich ist Hirschau?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt des AOVE-Projekts „Forschungswerkstatt Heimat“ unter der Leitung des kommunalen Jugendpflegers Michael Tittmann, auf die die Schüler dar Klasse 3a der Grundschule Hirschau eine Antwort suchten. Fazit: Im Großen und Ganzen  waren die kleinen Heimatforscher sehr zufrieden mit „ihrem Hirschau“. Das Ergebnis wurden nun  Eltern, Schulleiter und Mitwirkenden präsentiert.

Auf Begeisterung und großes Interesse stieß der kommunale Jugendpfleger Michael Tittmann bei dem Konrektor der Hirschauer Schule Josef Schmaußer, seines Zeichens selbst Heimatpfleger, als er das jüngsten AOVE-Projekt „Forschungswerkstatt Heimat“  in der Hirschauer Grundschule vorstellte. So waren die Schüler der Klasse 3a in vier Gruppen zwei Tage im Rahmen des Projekts als Heimatforscher unterwegs, um ihre Stadt unter verschiedenen Aspekten auf Herz und Nieren zu prüfen. Die erste Gruppe sammelte „schöne“ wie „blöde“  Orte, um diese zu dokumentieren. Eine weitere Gruppe war mit dem Bund Naturschutz unterwegs und erforschte  Natur und Umwelt. Die dritte Gruppe nahm Spiel- und Bolzplätze unter die Lupe. Die letzte Gruppe schließlich führte eine Verkehrszählung wie eine  Geschwindigkeitsmessung mit der Polizei durch. Anschließend wurden die erwischten „Raser“ von den Kindern über die Motive und Gefühle interviewt. Zum Abschluss des ersten Projekttags wurden alle Forschungsergebnisse auf Plakaten festgehalten und den anderen Gruppen vorgestellt.

„Unsere Gemeinde wie sie UNS gefällt“, lautete am zweiten Tag das große Thema, zu dem die Kinder in Kleingruppen ein Modell entwarfen und mit erstaunlicher Präzision  ihrer „Traumstadt“ Gestalt verliehen. Zur großen Präsentation aller Ergebnisse des zweitägigen Projekts waren Eltern und Gäste in die Schule eingeladen.  Schulleiter Hans Meindl lobte die Initiative der Organisatoren. Es sei seiner Meinung nach wichtig, positive Erfahrungen mit der Sichtweise von Kindern in die Gemeindepolitik einfließen zu lassen.  Kinderfreundlichkeit werde laut Projektleiter Tittmann  immer mehr zum kommunalen Standortfaktor. Um die Bedeutung der Kinderfreundlichkeit zu erfassen, würden nach seinen Aussagen mit dem Projekt die Experten, nämlich die Kinder selbst, zum Zuge kommen.   „Wenn Kinder und Jugendliche erfahren, dass ihre Meinung zählt, gewinnen sie an Selbstvertrauen, Beteiligungskompetenz und natürlich auch an Heimatverbundenheit“, betonte der kommunale Jugendpfleger. Eigene Ideen, Projekte und Wünsche einzubringen und umzusetzen, erhöhe nach seinen Aussagen die Identifikation  mit der Heimat. „Wo Kinder und Jugendliche Anerkennung erfahren und die Erfahrung machen, dass sie etwas bewirken können, werden sie sich auch in der Zukunft einbringen“, stellte der kommunale Jugendpfleger fest. Gerade die Schule als Lebensort werde laut Tittmann  in seiner Bedeutung immer wichtiger und biete sich für das Projekt regelrecht an. Er dankte der  Schulleitung Hans Meindl und Josef Schmaußer für die Aufgeschlossenheit gegenüber dem Projekt und den Schülern für ihr enormes Engagement. Das Projektergebnis werde nach seinen Aussagen auch der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

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