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Den Drittklässlern die Heimatstadt näher gebracht

Stadtheimatpfleger Sepp Strobl führt Schulkinder durch Hirschau

„Da bin ich schon so oft vorbeigelaufen, aber das habe ich noch nie gesehen!", diese Erkenntnis einer Drittklässlerin bestärkte die beiden Klassenleiter der 3a und 3 b der Volksschule Hirschau, LAAin Heike Viehbacher und KR Josef Schmaußer, dass sie mit der Planung ihrer kleinen Stadtführung genau richtig lagen. Mit dem Hausmeister der Schule, Stadtheimatpfleger Sepp Strobl, war natürlich der ideale und sachkundige Führer schnell gefunden.

Zur Einstimmung auf die geplante Führung zeigte Sepp Strobl den beiden Klassen historische Fotos der Stadt an der einstigen „Goldenen Straße". Hirschau gehörte im 14. Jahrhundert zu Neuböhmen, und Karl IV. war oft zu Gast in seinen neu erworbenen Gebieten. Der böhmische Löwe ist noch am „Röschenhaus", wohl einer ehemaligen Herberge zu sehen. Besonders prägend für die Hirschauer Stadtgeschichte und vom Heimatpfleger mit historischen Fotos und eingefärbten Stadtplänen eindrucksvoll unterlegt, sind die vier Stadtbrände von 1750, 1897, 1909 und 1926. Interessant fanden die Kinder auch die Lage des fast an die Nordseite der Kirche angebauten Knabenschulhauses (abgebrochen 1973). 1956 erst wurde der erste Bauabschnitt des jetzigen Schulhauses eingeweiht. Noch nie war vielen Kindern der Prangerstein an der Ostseite des Rathaus aufgefallen. Er war Teil des mittelalterlichen Rechtssystems. Hirschau hatte einst drei Stadttore. Teile der südlichen Mauerpartie, schon vor 450 Jahren in Wohnhäuser umgewandelt, gab den Kindern noch einen Eindruck der starken Stadtbefestigung. Einen zusätzlichen Schutz boten die zahlreichen Weiher rund um die Stadt.

Das Pflegschloss am östlichen Stadtende reicht in seinem heutigen Erscheinungsbild bis ins 15. Jahrhundert zurück. Viele Geschichten und Anekdoten, z. B. um das Gefängnis im Rathaus oder Gassln und Hirschauer Originale rundeten die kurzweilige und sehr informative Führung ab.

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Stadtheimatpfleger Sepp Strobl verstand es hervorragend, den Drittklässlern die reiche Geschichte der Heimatstadt Hirschau näher zu bringen. Der Kirchturm der Stadtpfarrkiche (im Hintergrund) wurde im II. Weltkrieg in den letzten Kriegstagen schwer beschädigt.

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Original trifft Original. Der 90-jährige Georg Wittmann, der „Zoiglbinda" diskutiert spontan mit Heimatpfleger Sepp Strobl und den Schulkindern über die Geschichte der Stadt.

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Eines der wichtigsten Gebäude von Hirschau ist das ehemalige Pflegschloss. Der Wappenstein mit dem springenden Hirschen der Hirschberger am Gebäude des 1825 erbauten Gasthauses befand sich einst am Unteren Tor in Richtung Kohlberg.

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Fotos und Bericht: Josef Schmaußer